Gehaltsumfrage 2019 – Wieviel verdienen Heilpraktiker wirklich?

Heilpraktiker GehaltEs gibt viele Meinungen zum Heilpraktiker Gehalt. Aber kaum Fakten. Wer heute im Netz nach »Heilpraktiker Gehalt« oder »Heilpraktiker Verdienst«  sucht, findet alles, nur keine realistischen Zahlen. Das muss sich ändern! Deshalb starten wir die erste Gehaltsstudie zum Heilpraktiker Gehalt 2019 – mit Ihnen!

Warum sollte ich mitmachen?

  • Als Heilpraktiker: Erfahren Sie Ihren Marktwert.
  • Verkaufen Sie Ihre Leistung nicht unter Wert.
  • Argumentieren Sie auf Faktenbasis statt Bauchgefühl.

So gehen wir vor:

  • Schritt 1: Daten werden gesammelt

    Diese Webseite und der Fragebogen sind live. In den nächsten Wochen versuchen wir gemeinsam möglichst viele Heilpraktiker aus Deutschland zum Mitmachen zu bewegen.

  • Schritt 2: Auswertung der Daten

    Wir beginnen mit dem Auswerten der Daten: Alle wichtigen und statistisch relevanten Erkenntnisse werden zusammengefasst analysiert und erklärt.

  • Schritt 3: Veröffentlichung der Studie

    Die Auswertung geht zurück an die Branche: Alle Teilnehmer und Besucher der Webseite, können hier auf heilpraktiker-werden.org/heilpraktiker-gehalt die fertige Studie kostenlos herunterladen.

Wir machen keine Kompromisse beim Datenschutz

Jeder würde gerne wissen, was der andere verdient. Gleichzeitig wollen aber die wenigsten ihr eigenes Gehalt verraten. Daher halten wir unsere Gehaltsstudie vollständig anonym.

  • Die gesamte Webseite ist mit einem SSL-Zertifikat verschlüsselt.
  • Der Fragebogen ist bei TypeForm gehostet, einem europäischen Anbieter.
  • Es gibt im Fragebogen KEINE Tracking-Links
  • Alle Fragen sind freiwillig. Es gibt keine Pflichtfelder.
  • Die Gehaltsstudie wird niemals Rohdaten veröffentlichen.
  • Die Daten werden ausschließlich stark aggregiert zusammengefasst veröffentlicht.

Wir werden versuchen den ganzen Prozess maximal transparent zu halten.

Gehalt als Heilpraktiker

Heilpraktiker sind gefragte Spezialisten im Gesundheitsbereich. Gleichzeitig ist der Beruf des Heilpraktikers sehr beliebt und somit gibt es mittlerweile doch eine gewisse Konkurrenzsituation zwischen den Praxen der Heilpraktiker. Dennoch sind insgesamt die Gehaltsaussichten nicht schlecht, hängen aber von sehr unterschiedliche Faktoren ab.

Kein Gehalt in der Ausbildung

Zunächst einmal sollte klar sein, dass es sich beim Heilpraktiker nicht um einen klassischen Ausbildungsberuf handelt. Es gibt zwar eine gesetzliche Regelung zur Heilpraktikerprüfung, aber keine zur Ausbildung selbst. Wenn Sie sich für die Ausbildung zum Heilpraktiker entscheiden, müssen Sie sogar mit nicht unerheblichen Kosten rechnen anstatt eines Ausbildungsgehalts.

Die Ausbildung findet über private Schulen statt, die entsprechende Gebühren erheben. Ein Gehalt beziehen Sie somit in der Ausbildungszeit nicht, sondern müssen zunächst selbst finanziell in den zukünftigen Job investieren.

Heilpraktiker-Gehalt nach der Ausbildung

Die meisten Heilpraktiker gründen nach der Ausbildung eine eigene Praxis. Somit zählt der Heilpraktiker zu den freien Berufen und kann entsprechend freie Honorarvereinbarungen mit den Patienten treffen. Wie bei selbstständigen Tätigkeiten üblich kann somit eine weite Spannbreite an Gehältern möglich sein.

Das hängt unter anderem an der Konkurrenzsituation vor Ort, der Bekanntheit der eigenen Praxis, die kalkulierten Preise, Spezialisierungen oder auch der eigenen Reputation. Vor allem in den ersten beiden Jahren wird man stark damit beschäftigt sein, die Bekanntheit der Praxis zu steigern und einen Patientenstamm aufzubauen und sich einen Ruf zu erarbeiten.

Heilpraktiker-Gehalt nach dem Gebührenverzeichnis

Der Fachverband Deutscher Heilpraktiker hat ein Gebührenverzeichnis herausgebracht (siehe hier), das auf einer Umfrage unter den Mitgliedern des Verbandes erstellt worden ist. Hierin werden die einzelnen Leistungen der Heilpraktiker gelistet und mit den durchschnittlichen Honorarsätzen angegeben. Bei einigen Leistungen gibt es auch nach dem Gebührenverzeichnis starke Schwankungen.

Es handelt sich hier auch nicht um eine bindende Honorarsatzung, wie es sie in anderen Berufszweigen gibt, sondern um eine reine Auflistung. In der Realität werden viele der angegebenen Honorare gerade für neue Praxen kaum durchsetzbar sein. Aber als Orientierungshilfe eignet sich das Gebührenverzeichnis schon. Die bereits angegebenen Punkte spielen bei der Preisdurchsetzung aber die größere Rolle.

Auszug aus dem Gebührenverzeichnis

Um ein paar Beispiele aus dem Gebührenverzeichnis zu nennen: Eine eingehende Untersuchung des Patienten wird mit einem Preis zwischen 12,30 Euro und 20,50 Euro veranschlagt. Als statistischen Mittel wird eine Untersuchungsdauer von 30 Minuten unterstellt. Für eine Blutzuckerbestimmung sind acht Euro veranschlagt.

Die Atemtherapie liegt zwischen 13 Euro und 31 Euro, die Akupunktur zwischen 10,30 Euro und 26 Euro. Eine Injektion wird mit 7,70 Euro gelistet und eine Infusion mit 8,70 Euro. Ein weiteres Beispiel ist die Wundversorgung, die bis zu 15,50 Euro kosten soll. Hydro- oder Elektrotherapien liegen zwischen 5,20 Euro und 23 Euro, je nach Aufwand und Art.

Faktoren, die Ihr Gehalt beeinflussen

Wie bereits erwähnt, spielen viele unterschiedliche Faktoren eine wichtige Rolle beim möglichen Gehalt als Heilpraktiker. Das obige Gebührenverzeichnis kann nur als grobe Orientierung dienen. Einige Leistungen werden Sie günstiger berechnen müssen, für andere können Sie eventuell höhere Preise nehmen.

Das hängt vor allem von Ihrem Kundenstamm ab. Die Frage ist somit, wie groß Ihr Patientenkreis ist. Dazu gehört auch, wie viele Behandlungen Sie pro Patient machen und wie oft ein Patient sich später ein weiteres Mal an Sie wendet. Die Patienten sind Ihre Kunden und somit die Quelle Ihres Gehalts.

Vollzeit vs. Teilzeit

Ein weiterer Aspekt sind die Arbeitszeiten, die Sie anstreben. Für die meisten Heilpraktiker ist sicherlich eine Selbstständigkeit in Vollzeit wünschenswert. Aber gerade am Anfang kann es auch sinnvoll sein, erst einmal nebenbei als Heilpraktiker selbstständig zu sein und beispielsweise abends Heilpraktikerleistungen anzubieten. Danach richtet sich dann auch das Gehalt als Heilpraktiker aus.

Mit steigender Erfahrung und Zeit, in der Ihre Praxis existiert, gehen auch die Verdienstmöglichkeiten nach oben. Sie erarbeiten sich einen Ruf, bieten eventuell Spezialisierungen oder können anderweitig durch ein einmaliges Angebot sich hervortun. Damit einher geht auch die Region, in der Sie arbeiten.

Das Bundesland ist ebenso relevant wie die Tatsache, ob Sie in der Stadt oder auf dem Land eine Praxis betreiben. Die Kaufkraft Ihrer Patienten ist unterschiedlich und entsprechend unterschiedlich ist auch Ihr Gehalt. Nicht zuletzt können Sie auch als Heilpraktiker in ein Angestelltenverhältnis gehen, anstatt die eigene Praxis zu eröffnen.

Lohnt sich die Ausbildung?

Die Frage, ob sich die Ausbildung zum Heilpraktiker lohnt, muss jeder für sich selbst beantworten. Eine pauschale Aussage ist hier sicherlich nicht möglich. Es geht hier nicht nur um die finanzielle Seite, aber auch bei einem Traumjob ist es wichtig, davon leben zu können.

Beim Gehaltsaspekt muss man daher realistisch und praktisch herangehen. Beispielsweise bedeutet das für die eigene Praxis, einen Businessplan zu erstellen und die Umsatzmöglichkeiten realistisch einzuschätzen.