Heilpraktiker für Psychotherapie Ausbildung Erfahrung

heilpraktiker-psychotherapie-ausbildung-erfahrungIch bin Jahrgang 1969 und lebe seit einigen Jahren mit meiner Familie in einer kleinen thüringischen Stadt. Vor einigen Jahren, genauer 2013, wollte ich unbedingt eine berufliche Veränderung. Ich entschied mich für eine Ausbildung zur Heilpraktikerin für Psychotherapie.

Da wir auf mein Gehalt nicht verzichten konnten, suchte ich mir für die Ausbildung eine flexible Lösung. Die fand ich im Fernstudium am SGD Darmstadt. Von meinen Ausbildungserfahrungen möchte ich Ihnen nachfolgend ein wenig berichten.

Warum Heilpraktikerin für Psychotherapie?

Ich habe mich bereits früh für Psychologie und ähnliche Themen interessiert. Die Arbeit mit Menschen war mir ebenfalls von je her wichtig. Mein beruflicher Hintergrund ist ja auch eine Tätigkeit im sozialen Bereich, auch wenn mich der dortige Job nicht wirklich ausgefüllt hat und ich den Menschen nicht auf die Weise helfen konnte, wie ich es mir vorstellte.

Daher reifte dann nach und nach die Idee, meine Vorstellung besser umzusetzen und dafür hielt ich dann die Tätigkeit als Heilpraktikerin für Psychotherapie als am besten geeignet. Keine falsche Entscheidung, wie ich heute sagen kann.

Warum eine Ausbildung an der SGD?

Es gibt sehr viele Anbieter, bei denen eine Ausbildung zur Heilpraktikerin für Psychotherapie möglich ist. Leider muss man genau aufpassen, an wen man da gerät. Das hatte ich schon im Vorfeld gehört und daher sehr genau auf die Qualität der Ausbildung geachtet.

Zudem musste es eine berufsbegleitende Ausbildungsmöglichkeit sein, weil wir als Familie nicht vollständig auf ein Gehalt verzichten konnten. Ein Fernstudium war die ideale Lösung und hier hat die SGD das ansprechendste Angebot gehabt.

Theoretisch wäre es auch möglich gewesen, vollkommen eigenständig die Inhalte für die Prüfung vor dem Gesundheitsamt zu erarbeiten, aber das schien mir sehr riskant. Das Fernstudium an der SGD hat mir auf jeden Fall sehr wichtige Erkenntnisse mit auf den Weg gegeben, auch über die Vermittlung der reinen Inhalte hinaus.

Aber gerade eine breite Basis vermittelt zu bekommen, ist auch später für die Berufsausübung entscheidend. Auch hat es mir gezeigt, dass man auch nach der Prüfung sich immer auf den aktuellen Stand halten muss, um vernünftig seinen Beruf ausüben zu können.

Habe ich eine Spezialisierung?

heilpraktiker-psychotherapie-ausbildung-erfahrungNicht nur für das eigene berufliche Profil ist eine Spezialisierung wichtig. Ich hatte bestimmte Situationen im Kopf, bei denen ich meiner Ansicht nach am besten weiterhelfen konnte.

Daher habe ich mich auf Hakomi, eine besondere körperorientierte Therapiemethode, und Bindungstherapie spezialisiert. Ich bilde mich in den Bereichen auch regelmäßig weiter, um meinen Patienten noch bessere therapeutischen Ansätze bieten zu können und selbst auf dem aktuellen Stand zu bleiben.

Was bedeutet körperorientierte Psychotherapie?

Hakomi wird sicherlich nicht jedem ein Begriff sein, daher möchte ich gerne ein paar Worte dazu verlieren. Bei der körperorientierten Psychotherapie werden die körperlichen Empfindungen in den Therapieansatz mit einbezogen. Die Lebenserfahrungen werden nämlich auch im Körpergedächtnis verankert. Vergangene Erfahrungen werden somit auch über die Wahrnehmungen des Körpers sichtbar und nicht nur durch Gespräche.

Bei der Bindungstherapie geht es, wie der Name schon andeutet, um die Verbindung von einem selbst zu anderen Menschen, aber auch um die Verbundenheit mit einem selbst. Hier werden vor allem die frühen Erfahrungen mit Bindungen zu anderen Menschen beleuchtet. Zusammen mit Hakomi ergibt das eine gute Hilfestellung für meine Patienten bei unterschiedlichen Problemen und Lebenskrisen.

Was mich an meiner Arbeit begeistert

Bei meiner therapeutischen Arbeit ist mir vor allem eine achtsame und wertschätzende Haltung wichtig. Das gilt für mich genauso wie als Ziel bei meinen Patienten. Ich sehe die psychotherapeutische Arbeit nicht in der Abarbeitung von Problemen, sondern als Hilfestellung, den Fokus meiner Patienten neu auszurichten und ihnen dabei zu helfen, sich weiterzuentwickeln.

Wie meine Patienten wieder Handeln können, wieder Lebendigkeit ausstrahlen und sich wieder neu auf das Leben einlassen können, bereitet mir nicht nur große Freude, sondern erzeugt auch eine tiefe Zufriedenheit. So sehe ich meinen Beruf jeden Tag als viel mehr als nur einen Job an.

Wie ich mich auf die Prüfung vorbereitet habe

Aber ich springe ein wenig voraus, denn vor der Tätigkeit als Heilpraktikerin für Psychotherapie lag die Prüfung am Gesundheitsamt. Hier hat mir auch die Ausbildung an der SGD stark weitergeholfen, vor allem die Praxisseminare, in denen intensiv der Stoff noch einmal wiederholt wurde und viele Praxisübungen durchgeführt wurden.

Auf diese Weise konnte ich ein gutes Gefühl für die relevanten Prüfungsinhalte bekommen, vor allem für das mündliche Gespräch, dass ja nach der schriftlichen Prüfung wartet.

Dazu habe ich natürlich auch zu Hause noch einmal in den Wochen vor dem Prüfungstermin mehr Zeit für die Vorbereitung aufgewendet. Das war sicherlich auch für meine Familie nicht leicht. Aber am Ende habe ich gleich im ersten Anlauf die Prüfung geschafft.

Der Aufbau der Praxis

Ich habe sehr schnell nach erfolgreicher Prüfung meine Praxis gegründet, habe meinen damaligen Job aber noch nicht gleich aufgegeben. Eine eigene Praxis aufzubauen, ist nicht ganz einfach, denn man braucht ein wenig Geduld, bis die ersten Patienten und dann immer mehr Patienten zu einem kommen.

Hartnäckigkeit ist dabei auch wichtig. Meine Spezialisierungen haben sicher auch geholfen und so konnte ich mir einen guten Ruf erarbeiten. Nach etwa einem Jahr kündigte ich meinen Job und wurde komplett selbstständig. Ein weiteres Jahr später lief die Praxis gut genug, um sogar etwas mehr als im alten Job zu verdienen.

Was ich noch mitgeben möchte

Wenn Sie sich ebenfalls für die Ausbildung zum Heilpraktiker für Psychotherapie entscheiden und dann eine eigene Praxis aufbauen, bleiben Sie unbedingt am Ball. Ständige Weiterentwicklung halte ich für ganz wesentlich. Dazu gehört auch der permanente Austausch mit Kolleginnen und Kollegen, den ich auch sehr schätze.

Und natürlich sollte eine ordentliche Ausbildung an einer guten Schule am Anfang stehen, damit Sie auch mit ordentlicher Qualität in die Prüfung und die anschließende Tätigkeit gehen können.