Heilpraktiker für Psychotherapie Ausbildung

Berufe aus dem sozialen und gesundheitlichen Bereich sind nicht nur seitens der Patienten und Kunden stark gefragt, sondern auch als mögliche Tätigkeitsbereich bei der Jobfrage. Der Heilpraktiker für Psychotherapie beschäftigt sich mit Menschen, die psychotherapeutische Vorsorge benötigen. Im Gegensatz zur Ausbildung zum Heilpraktiker ist die Ausbildung zum Heilpraktiker für Psychotherapie auf den seelischen Behandlungsbereich der Patienten beschränkt.

Daher wird der Heilpraktiker für Psychotherapie umgangssprachlich auch kleiner Heilpraktiker genannt. Das ist jedoch nicht abwertend zu verstehen. Vielmehr leistet ein Heilpraktiker für Psychotherapie wichtigen psychotherapeutischen Beistand in seelischen Krisensituationen, Depressionen, Angststörungen sowie Burn-out oder Born-out für die Patienten.

Voraussetzungen für die Ausbildung zum Heilpraktiker für Psychotherapie

Bei der Ausbildung zum Heilpraktiker für Psychotherapie müssen Sie zunächst einmal wissen, dass es sich bei dieser Ausbildung nicht um eine klassische duale Ausbildung nach dem Gesetz handelt. Vielmehr ist die Ausbildung zum Heilpraktiker für Psychotherapie nicht geschützt. Daher gibt es keine gesetzlichen Regelungen für die Ausbildung zum Heilpraktiker für Psychotherapie an sich.

Allerdings müssen Sie vor dem Gesundheitsamt eine Prüfung zum Heilpraktiker für Psychotherapie ablegen. Wenn Sie diese nicht bestehen, dürfen Sie als Heilpraktiker für Psychotherapie auch nicht tätig sein. Für diese Prüfung gibt es dann wiederum gesetzliche Voraussetzungen, die erfüllt sein müssen.

Damit sind für die Ausbildung zum Heilpraktiker für Psychotherapie persönliche Voraussetzungen wichtig. Formal gibt es zwar keine Voraussetzungen, die Sie mitbringen müssen, aber nicht jeder ist nach seiner Persönlichkeit für die Ausbildung geeignet. An erster Stelle steht natürlich das fachliche Interesse. Sie sollten sich somit für die Psychologie interessieren und sich dafür interessieren, anderen Menschen zu helfen. Für eine gute Therapie müssen Sie zudem Einfühlungsvermögen, Kommunikationsvermögen und ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein mitbringen.

Dazu gehört die Fähigkeit zur Selbstreflexion. Die spätere Prüfung ist durchaus anspruchsvoll, daher sollten Sie Lernbereitschaft, Motivation und ein hohes Maß an Selbstdisziplin und -organisation mitbringen. Die meisten Ausbildungen zum Heilpraktiker für Psychotherapie laufen berufsbegleitend – daher sind die letztgenannten Eigenschaften bereits für eine erfolgreiche Ausbildung und anschließende Prüfung sehr wichtig.

Die gesetzlichen Voraussetzungen

Wie bereits erwähnt, spielen für die Prüfung vor dem Gesundheitsamt dann auch gesetzliche Regelungen eine Rolle. Die Heilpraktikerprüfung ist dafür da, dass Sie Ihre psychotherapeutischen Kenntnisse und Fähigkeiten aufzeigen. Die Prüfer müssen zu dem Schluss kommen, dass von Ihrer Tätigkeit als Heilpraktiker für Psychotherapie keine gesundheitliche Gefahr für die Bevölkerung ausgeht. Daher gibt es einige wichtige Voraussetzungen an jeden Prüfling.

Zunächst einmal gilt ein Mindestalter von 25 Jahren. Jüngere Personen können keine Prüfung zum Heilpraktiker für Psychotherapie ablegen. Hintergrund ist, dass der Gesetzgeber eine gewisse charakterliche Reife für die Ausübung des Berufs voraussetzt. Das wurde gleichgestellt mit Lebenserfahrung, die jeder Prüfling mindestens vorweisen muss.

Eine weitere formale Bedingung ist der Schulabschluss. Sie müssen mindestens einen Hauptschulabschluss zum Zeitpunkt der Prüfung haben, um zur Prüfung zugelassen zu werden. Wie die Abschlussnoten aussehen, spielt dabei keine Rolle. Auch ein höherer Bildungsabschluss bringt keinerlei Vorteile für die Prüfung zum Heilpraktiker für Psychotherapie mit sich.

Sollten Sie über keinen Schulabschluss verfügen und dennoch Heilpraktiker für Psychotherapie werden wollen, müssen Sie zunächst über den zweiten Bildungsweg mindestens den Hauptschulabschluss nachholen.

Weiterhin müssen Sie ein einwandfreies polizeiliches Führungszeugnis vorweisen können. Eine Vorstrafe würde somit einer Ausübung der Tätigkeit entgegenstehen. Damit soll ein Mindestmaß an persönlicher Zuverlässigkeit sichergestellt werden. Das polizeiliche Führungszeugnis darf bei Antragstellung zur Prüfung nicht älter als drei Monate sein.

Nicht zuletzt müssen Sie zudem gesundheitlich geeignet sein, um psychotherapeutisch arbeiten zu dürfen. Sie müssen also körperlich und psychisch gesund sein, um als Heilpraktiker für Psychotherapie tätig zu sein. Als Nachweis dient ein ärztliches Attest, das nicht älter als drei Monate bei Antragstellung sein darf. Neben psychischen Erkrankungen sind auch körperliche chronische Krankheiten potenziell geeignet, einer Berufsausübung als Heilpraktiker für Psychotherapie im Wege zu stehen.

Somit ergeben sich aus den Voraussetzungen der Prüfung zum Heilpraktiker für Psychotherapie auch die Voraussetzungen an die Ausbildung zum Heilpraktiker für Psychotherapie. An einigen Schulen kann man die entsprechende Ausbildung aber auch ohne Erfüllung der Prüfungskriterien absolvieren, daher sollten Sie sich im Vorfeld genau informieren.

Umgekehrt gibt es auch einige Schulen, die etwas strengere Kriterien an die Ausbildung zum Heilpraktiker für Psychotherapie legen. Beispielsweise verlangen einige Fernschulen mindestens einen Realschulabschluss. Weiterhin gibt es spezielle Ausbildungsangebote an Personen mit Vorkenntnissen im gesundheitlichen Bereich.

Ausbildungswege in der Ausbildung zum Heilpraktiker für Psychotherapie

Da die Ausbildung zum Heilpraktiker für Psychotherapie nicht näher geregelt ist, kann jede Schule eine ganz eigene Ausbildungsform in unterschiedlicher Dauer anbieten. Grundsätzlich finden Sie aber zwei Varianten bei der Ausbildung zum Heilpraktiker für Psychotherapie. Das sind die Präsenzausbildung in Vollzeit oder Teilzeit oder das Fernstudium. Du findest für alle Ausbildungswege zahlreiche Anbieter, sodass ein genauer Blick wichtig ist.

Vollzeit

Bei der Vollzeitausbildung sind Sie werktags in der Heilpraktikerschule. Diese Ausbildungsform richtet sich somit an Personen, die zurzeit keiner Vollzeitarbeit nachgehen. Wie genau der Unterricht organisiert ist, hängt dann von der Schule ab. Die Ausbildung in Vollzeit dauert mindestens drei oder vier Monate und kann sich auch über Monate oder Jahre erstrecken. Im letzten Fall ist der Unterricht dann so organisiert, dass unterschiedliche Präsenzphasen mit Blockunterricht stattfinden.

Teilzeit

Häufiger sind jedoch Teilzeit-Angebote, die sich an berufstätige Personen richten, die neben dem derzeitigen Hauptjob die Ausbildung zum Heilpraktiker für Psychotherapie machen wollen. Hier kann der Unterricht je nach Schule abends stattfinden oder als Wochenendunterricht. Dieser wird dann auch in Präsenz am Ort der Schule durchgeführt. Hier ist die Dauer der Ausbildung ebenfalls sehr unterschiedlich, je nach Kurs und Anbieter. Sechs Monate bis drei Jahre sind hier möglich, wobei viele Ausbildungen auf etwa zwölf Monate konzipiert sind.

Fernstudium

In der Variante des Fernstudiums haben Sie keine festen Unterrichtszeiten, sondern erhalten die Materialien vom Fernstudienanbieter. Für gewöhnlich ist es heute so, dass Sie mit dem Anmelden an der Fernschule einen Zugang zum Online-Campus der Fernschule erhalten. Das ist das zentrale Netzwerk, über das die Verteilung der elektronischen Materialien, die Kommunikation und auch weitere Hilfestellungen laufen.

Das Fernstudium bietet die größte Flexibilität, erfordert aber auch viel Selbstdisziplin und Motivation. Die Ausbildung zum Heilpraktiker für Psychotherapie im Fernstudium hat für gewöhnlich eine Regelstudienzeit, die je nach Umfang und Anbieter zwischen sechs und 30 Monaten liegt. Meist gibt es auch unterschiedliche Zeitmodelle zur Auswahl. Die Ausbildung im Fernstudium schneller zu absolvieren, ist dabei immer möglich. Bei den meisten Anbietern kann eine kostenlose Verlängerung durchgeführt werden.

Inhalte in der Ausbildung zum Heilpraktiker für Psychotherapie

Um eine gute Ausbildung für Ihren Wunschberuf Heilpraktiker für Psychotherapie zu finden, müssen Sie auf die Unterrichtsinhalte achten. Diese ergeben sich aus den Prüfungsinhalten, die später abgefragt werden. Daher sollten Sie in Ihrer Ausbildung auf diese Prüfungsinhalte – und wenn möglich darüber hinaus – vorbereitet werden. Gute Schulen orientieren sich in ihrem Unterricht an diesen Inhalten.

So lernen Sie die Arbeitsbereiche, in denen Sie zulässig tätig sein dürfen. Dazu zählt auch der rechtliche Rahmen, in denen Sie sich als Heilpraktiker für Psychotherapie bewegen. Neben Gesetzeskunde sind hier auch die verschiedenen Klassifizierungssysteme für psychische Störungen wichtig zu kennen.

Weiterhin beschäftigen Sie sich mit der allgemeinen Psychopathologie und dem psychopathologischen Befund sowie den psychiatrischen Krankheitsbildern nach dem international anerkannten ICD 10. Hierin werden die verschiedenen psychischen Störungen systematisiert. So erlernen Sie die Krankheitsbilder organisch psychischer Störungen wie beispielsweise Demenz, Schizophrenie und wahnhafte Störungen, Affektstörungen, Suchterkrankungen, Neurosen, Belastungsstörungen, Verhaltensstörungen und viele weitere Formen psychischer Störungen und Erkrankungen.

Wichtig ist dabei auch das Erkennen von Suizidgefährdung und auch die Unterschiede zwischen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen im Erscheinungsbild psychischer Störungen und Erkrankungen.

Darüber hinaus lernen Sie die psychiatrische und psychotherapeutische Anamnese und Diagnostik. Sie sollen psychiatrische Notfallsituationen erkennen können und den Betroffenen durch psychische Krisen begleiten können. Angrenzende medizinische Felder wie die Neurologie und bestimmte physische Erkrankungen werden ebenfalls in der Ausbildung behandelt. Um die diagnostische Denkweise wie auch das richtige Verhalten Ihrerseits zu erlernen, gibt es zahlreiche Fallbeispiele, die Sie während der Ausbildung behandeln.

Weitere Ausbildungsinhalte sind die Grundlage der Psychotherapie und psychotherapeutische Verfahren sowie Kenntnisse zu Psychopharmaka. Zudem müssen Sie die Grenzen und Gefahren der Psychotherapie erkennen können. Wichtig ist zudem die Unterscheidung zwischen der Tätigkeit des Heilpraktikers für Psychotherapie und der zu Psychologen, Psychiatern und Psychotherapeuten.

Sie müssen erkennen können, wo Ihr eigener Tätigkeitsbereich endet und ein Patient besser durch einen anderen psychologischen oder psychotherapeutischen Experten betreut wird.

Kosten der Ausbildung zum Heilpraktiker für Psychotherapie

Nicht nur die Inhalte der Ausbildung sind ein wichtiges Merkmal bei der Wahl der richtigen Schule, sondern auch die Kosten. Die Ausbildung zum Heilpraktiker für Psychotherapie ist nicht näher geregelt, daher kann auch jeder eine solche Ausbildung anbieten. Leider zieht das gerade bei der Ausbildung zum Heilpraktiker für Psychotherapie Anbieter an, die zu überteuerten Preisen eine schlechte Ausbildungsqualität liefern. Daher sollten Sie auf ein paar Anhaltspunkte achten, die eine gute Schule bei der Preisfrage ausmachen.

Natürlich ist die Ausbildung auch bei den guten Schulen nicht kostenlos. Nicht reguläre Ausbildung wie die zum Heilpraktiker für Psychotherapie werden durch den privaten Markt reguliert. Eine gute Schule ist hier eine, die einen guten Ruf besitzt. Über die letzten Jahrzehnte haben sich hier einige, vor allem große Anbieter etabliert, die eine moderne und qualitativ hochwertige Ausbildung anbieten. Diese Schulen, vor allem Fernschulen, haben hohe Erfolgsquoten und sind im Internet auch entsprechend gut bewertet. Die Kosten bei diesen Schulen liegen zwischen 80 Euro und 150 Euro im Monat ungefähr. Die Studiendauer liegt zwischen einem Jahr und 30 Monaten.

Wichtig ist bei der Kostenfrage, ob die Kosten der Schule auch transparent aufgeführt sind. Seriöse Schulen bieten die Informationen zu den Kosten mindestens in einer kostenlosen Broschüre an, wenn die Preise nicht gar offen auf den jeweiligen Internetseiten angegeben sind. Auch sind kostenlose Testphasen oder Besuch eines Probeunterrichts bei vielen seriösen Schulen selbstverständlich.

Bei den Kosten sollten Sie somit genau hinschauen, wie sich diese zusammensetzen. Neben den monatlichen Gebühren, die bei den meisten Schulen üblich sind, müssen Sie gegebenenfalls auf weitere Kostenfaktoren achten. Bei einigen Schulen sind beispielsweise weitere Gebühren für Praxisseminare üblich oder es gibt einmalige Einschreibegebühren. Das muss noch nicht bedeuten, dass die Schule unseriös ist, aber es muss klar angegeben sein und Sie müssen Rückschlüsse auf die Gesamtkosten der Ausbildung ziehen können.

Weiterhin sollte es selbstverständlich sein, dass die Lehrunterlagen in den monatlichen Gebühren enthalten sind. Auch alle weiteren Leistungen, die unmittelbar mit dem Lehrgang zusammenhängen, sollten in den monatlichen Gebühren enthalten sein. Das gilt beispielsweise für Einsendeaufgaben oder Zwischenprüfungen. Es sollten somit keine versteckten Kosten auftreten. Dazu gehört auch, dass der Vertrag vorzeitig kündbar ist.

Wie hoch die Gesamtkosten der Ausbildung zum Heilpraktiker der Psychotherapie sind, hängt dann vom einzelnen Institut und der veranschlagten Ausbildungsdauer ab. Bei einer Präsenzschule müssen Sie mit höheren Kosten rechnen als im Fernstudium. Bei einer etwa zwölf- bis 20-monatigen Ausbildungsdauer liegen Sie bei einer Präsenzausbildung bei etwa 6.000 Euro bis 7.500 Euro. Im Fernstudium bei einer Regelstudienzeit von 15 Monaten liegen Sie bei deutlich günstigeren 2.200 Euro im Schnitt. Hier schwankt der Preis aber auch etwas.

Prüfungskosten nicht vergessen

Was Sie auf keinen Fall vergessen dürfen, sind die Prüfungskosten selbst. Diese sind grundsätzlich nicht in den Ausbildungskosten der Schulen enthalten, sondern fallen separat im Rahmen der Prüfung vor dem Gesundheitsamt an. Die Kosten für die Prüfung zum Heilpraktiker für Psychotherapie ist in jedem Bundesland anders geregelt und kann sich sogar von Stadt zu Stadt beziehungsweise Kommune zu Kommune teils deutlich unterscheiden.

Die Prüfungskosten bestehen aus einer Verwaltungsgebühr, einer Gebühr für die Erteilung der Erlaubnis nach erfolgreicher Prüfung sowie der Aufwandsentschädigung für den Prüfer und die Beisitzer. Alles zusammen kostet Sie im Schnitt 500 Euro – in einigen Städten weniger, in manchen aber auch deutlich mehr.

Fragen zur Prüfung zum Heilpraktiker für Psychotherapie

Die Kosten der Prüfung sind nicht das einzige, das sich zwischen den Städten und Kommunen stark unterscheiden kann. Zwar sind die gefragten Prüfungsinhalte durch das Heilpraktikergesetz bundeseinheitlich geregelt, aber die weiteren Verwaltungsprozeduren können sich doch deutlich unterscheiden. Daher tauchen immer wieder allgemeine Fragen zum Prozedere rund um die Prüfung zum Heilpraktiker für Psychotherapie auf.

Gibt es Fristen und Wartezeiten für die Prüfung?

Hier besteht ein weiterer großer Unterschied zwischen Städten und Kommunen hinsichtlich der Prüfung zum Heilpraktiker für Psychotherapie. Die Fristen und Wartezeiten für die Anmeldung und die Prüfung selbst können sehr unterschiedlich ausfallen. In manchen Fällen dauert es nur wenige Wochen, in anderen kann es auch schon mal eine Wartezeit von einem bis zwei Jahre geben. In Normal ist die Wartefrist drei Monate in den meisten Prüfbezirken. Hierüber informieren die jeweiligen Behörden auf ihren Seiten im Internet.

Wie melde ich mich zur Prüfung an?

Zunächst einmal müssen Sie in dem Prüfbezirk Ihre Prüfung ablegen, in dem Sie auch Ihren ersten Wohnsitz haben. In Ausnahmefällen ist es auch möglich, in dem Bezirk sich prüfen zu lassen, in dem man anschließend praktizieren will. Als Ansprechpartner fungiert ein Mitarbeiter bei der Stadt oder dem Kreisamt. Dort werden die erforderlichen Unterlagen eingereicht und Sie erhalten später die Prüfungszusage beim zuständigen Gesundheitsamt. Einige Schulen helfen Ihnen auch bei der Anmeldeprozedur zur Prüfung.

Kann ich die Prüfung wiederholen?

Zunächst einmal besteht die Prüfung zum Heilpraktiker für Psychotherapie aus einem schriftlichen Teil und einem mündlichen Teil. Man muss den schriftlichen Teil bestehen, um zum mündlichen Prüfungsteil zugelassen zu werden. Besteht man den mündlichen Teil nicht, muss man später beide Teile noch einmal absolvieren. Die Prüfung darf aber so oft wiederholt werden, wie man möchte.

Ich habe keinerlei Vorwissen. Wie viel muss ich dann lernen?

Gerade ohne Vorwissen bietet sich ein entsprechender Kurs an einer seriösen Schule oder Fernschule an. Viele Angebote richten sich an Personen, die kein Vorwissen in die Ausbildung zum Heilpraktiker für Psychotherapie mitbringen. Über die Dauer des Lehrgangs sollten Sie dann etwa ein bis zwei Stunden pro Tag als weiteren Lernaufwand einplanen. Wenn Sie regelmäßig lernen, ist die Ausbildung und die spätere Prüfung auch gut schaffbar. Sie finden im Internet oder der Literatur auch typische Prüfungsfragen und Fallbeispiele, mit deren Hilfe Sie zusätzlich Ihr Wissen einschätzen können.

Wann finden die Prüfungen statt?

Hier gibt es ebenfalls Unterschiede zwischen den unterschiedlichen Gesundheitsämtern, an denen die Prüfung durchgeführt wird. Die meisten Gesundheitsämter nutzen aber den vom Gesundheitsamt Anspach erstellten und regelmäßig erneuerten Fragenkatalog. Dadurch finden die schriftlichen Prüfungsteile auch gleichzeitig statt. Hier werden 28 Multiple-Choice-Fragen gestellt.

Prüfungstermin für den schriftlichen Teil ist dann der dritte Mittwoch im März und der zweite Mittwoch im Oktober eines Jahres. Prüfungszeit ist dann meist zwischen 9 Uhr und 9:55 Uhr. Die mündlichen Prüfungen finden dann einige Tage bis mehrere Monate – je nach Gesundheitsamt – nach den schriftlichen Prüfungen statt. Grundsätzlich erhalten Sie einen Brief vom Gesundheitsamt, in denen die Prüfungstermine und der Prüfungsort genannt sind.

Kann ich mich neben dem Beruf überhaupt auf die Prüfung vorbereiten?

Vor allem im Rahmen einer nebenberuflichen Ausbildung zum Heilpraktiker für Psychotherapie ist eine berufsbegleitende Prüfungsvorbereitung sehr gut möglich. Das ist aber durchaus individuell verschieden und erfordert von Ihnen eine gute Selbstorganisation. Wenn Sie zeitlich stark belastet sind, sollten Sie die Ausbildung verlängern beziehungsweise einen späteren Prüfungstermin anstreben.

Erfahrungen

Bericht 1:

Für mich war der Gesundheitsbereich schon immer ein interessantes Feld. Am BTB, eine der großen Fernschulen, habe ich dann vor wenigen Jahren einen Fernlehrgang zur Homöopathie absolviert. Der war bereits sehr gut strukturiert und ich habe den Kurs gut neben meinem eigentlichen Beruf schaffen können. Nun habe ich mir überlegt, noch eine weitere Ausbildung zu machen, um eventuell ganz in die Selbstständigkeit zu wechseln. Aus meinen bisherigen Erfahrungen heraus habe ich mich dann für die Ausbildung zum Heilpraktiker für Psychotherapie ebenfalls am BTB entschieden.

Der Online-Campus ist im Vergleich zum ersten Fernkurs noch einmal aufgewertet worden und bietet eine moderne Lernumgebung mit zahlreichen Hilfen und elektronischen Materialien. Im Grunde kommt sich nicht mehr wie der Einzelkämpfer vor, der allen den Stoff des Fernstudiums durcharbeiten muss. Das ist wirklich sehr angenehm und motivierend. Die persönliche Betreuung per Mail oder Telefon leidet darunter aber überhaupt nicht – ganz im Gegenteil. Die Verwaltung und auch die Dozenten standen mir bei jedem Problem auch immer für ein persönliches Telefongespräch zur Verfügung.

Die Unterlagen selbst sind sehr gut aufbereitet und haben mich auf die Prüfung vor dem Gesundheitsamt wirklich sehr gut vorbereitet. Es gibt auch einen Offline-Modus des Online-Campus, in dem beispielsweise die Übungen bearbeitet werden können. So hatte ich bei der Prüfung selbst auch keine größeren Schwierigkeiten. Ich kann die Ausbildung zum Heilpraktiker der Psychotherapie am BTB im Fernstudium nur empfehlen.

Bericht 2:

Ich habe lange im Vorfeld schon mit der Idee gespielt, eine Ausbildung zum Heilpraktiker für Psychotherapie zu machen. Also habe ich eine Ausbildungsmöglichkeit neben meinem Beruf gesucht, um mich auf die Prüfung am Gesundheitsamt gut vorzubereiten. Allen wollte ich den Stoff keinesfalls erarbeiten müssen, sondern eine gute Ausbildung an einer vernünftigen Schule ist in meinen Augen Pflicht.

Nach einigem Hin und Her habe ich mich für ein Fernstudium an der SGD Darmstadt entschieden. Die Fernschule ist eine der größten in Deutschland und besitzt einen sehr guten Ruf. Das Fernstudium wird mittels eines Online-Campus organisiert, in dem alle Unterlagen, Lernhilfen und auch der Großteil der Kommunikation gebündelt abläuft. Das ist denkbar einfach gestaltet und sehr intuitiv.

Intensiv war dann das Lernen. Die Unterlagen sind umfassen und auch sehr gut, wobei ich schon ganz klar empfehlen würde, sich weitere Literatur zu beschaffen. Positiv hervorzuheben ist auch die Betreuung an der SGD. Die Dozenten hatten immer ein offenes Ohr für Fragen und auch bei Fragen an die Verwaltung wurde zügig und informativ geantwortet. Für mich war die Flexibilität des Fernstudiums ein großer Gewinn und am SGD gab es eine gute Vorbereitung dazu.

Bericht 3:

Eine Freundin hatte mich auf die Möglichkeit gebracht, die Ausbildung zum Heilpraktiker für Psychotherapie zu absolvieren. Psychologie fand ich schon immer ein spannendes Thema, aber ein Psychologiestudium kam nie infrage. Daher hat sich die Ausbildung zum Heilpraktiker für Psychotherapie als perfekte Alternative herausgestellt. Da die Prüfungen vor dem Gesundheitsamt doch als Herausforderung gelten, wollte ich mich an einer guten Fernschule ausbilden lassen.

Ich bin auf das ILS gestoßen. Das ist eine der großen Fernschulen in Deutschland mit viel Erfahrung und Reputation. Die große Erfahrung der Schule habe ich schnell am Online-Campus gesehen. Hier werden die Materialien und das übliche Fernstudium organisiert. Das ist alles sehr professionell und ich habe mich direkt gut aufgehoben gefühlt, obwohl man im Fernstudium natürlich zuallererst auf sich selbst angewiesen ist.

Die Materialien sind sehr gut und die Aufgaben, die man kontinuierlich bearbeiten muss, bereiten sehr gut auf die Prüfung vor. Die Dozenten haben die Aufgaben mit guten Hinweisen zur Verbesserung korrigiert, was ich als besonders hilfreich empfand. Auch bei Rückfragen meinerseits wurde schnell und hilfreich geantwortet. So kam ich mir im Fernstudium auch nicht allein vor, auch weil ein Austausch mit anderen Fernstudienteilnehmer problemlos möglich war. Am Ende war dann die Prüfung vor dem Gesundheitsamt nur noch eine relativ kleine Hürde. Ich wurde das ILS somit auf jeden Fall weiterempfehlen.

Bericht 4:

Ich bin ursprünglich auf Laudius aufgrund einer anderen Weiterbildung gestoßen. Damals konnte ich nicht so viel Geld in die Weiterbildung stecken und Laudius gilt als seriöser und relativ günstiger Anbieter. Dabei bietet Laudius alles andere als eine mäßige Bildungsqualität. Vielmehr kann Laudius trotz günstigerer Preise als andere Fernschulen einen hohen Standard beim Fernstudium anbieten. Das hängt sicherlich auch damit zusammen, dass man hier ganz individuelle Pakete buchen kann.

Aber ich schweife ab. Die Ausbildung zum Heilpraktiker für Psychotherapie habe ich ebenfalls bei Laudius angefangen, weil ich mit den anderen Weiterbildungen dort bereits sehr zufrieden war. Das hat sich auch diesmal nicht verändert. Mir liegt die flexible Zeiteinteilung und das eigenständige Lernen, weshalb ich ein Fernstudium an sich bereist favorisieren würde. Bei Laudius bekomme ich entsprechende gute Unterlagen an die (elektronische) Hand und kann so in meinem Tempo den Stoff erarbeiten. Das macht riesigen Spaß, wenn das Thema einen interessiert.

Für die Prüfung am Gesundheitsamt würde ich schon noch mal eine intensive Vorbereitung empfehlen. Aber insgesamt fühlte ich mich durch die Ausbildung bei Laudius sehr gut vorbereitet und bin dann auch sicher durch die Prüfung gegangen. Sollte es noch einmal eine weitere Aus- oder Weiterbildung sein, werde ich sicherlich wieder zuerst auf Laudius zurückgreifen.

Gehalt nach der Ausbildung zum Heilpraktiker für Psychotherapie

Wenn Sie nach der Ausbildung zum Heilpraktiker für Psychotherapie eine Tätigkeit in diesem Bereich anstreben, ist die Frage nach den Verdienstmöglichkeiten natürlich sehr wichtig. Eine klare Antwort darauf kann es allerdings nicht geben, denn vor allem als Freiberufler liegt die Gehaltsspanne doch sehr weit auseinander und die Faktoren, die einen Einfluss auf Ihr mögliches Gehalt ausüben sind zahlreich.

Für viele wird sicherlich eine eigene Praxis interessant sein, in der man dann freiberuflich seine Dienste als Heilpraktiker für Psychotherapie anbietet. Der Heilpraktiker für Psychotherapie kann für gewöhnlich seine Leistungen frei mit den Patienten abrechnen, es gibt somit keine näheren Honorarbestimmungen, die hier relevant sind.

Daraus ergibt sich auch, dass ein möglicher Verdienst wie bei allen freiberuflichen Tätigkeiten von der Zahl der Kunden, der Bekanntheit, dem Ort der Tätigkeit und der Reputation abhängt. Auch sind Spezialisierungen eine gute Möglichkeit, über die Ansprache einer bestimmten Zielgruppe mehr Gehalt am Ende zu erzielen.

Um für die eigene Preisgestaltung einen Orientierungspunkt zu haben, gibt es eine Gebührenordnung für Heilpraktiker. Diese ist allerdings sehr veraltet. Versuchen Sie daher eher, eine Leistung nach dem Zeitaufwand zu berechnen. Vergessen Sie dabei nicht Leerzeiten und Vorbereitungszeiten, die ja ebenfalls relevant sind. Wichtig ist dabei auch die Konkurrenzsituation vor Ort. Wenn es viele Heilpraktiker für Psychotherapie in Ihrer Nähe gibt, werden Faktoren wie ein guter Ruf und eine Spezialisierung immer wichtiger.

Sie müssen zudem Geduld zeigen, denn einen Kundenstamm aufzubauen, erfordert Zeit. Ein bis zwei Jahre müssen Sie auf alle Fälle einplanen, bis die eigene Praxis einigermaßen ausgelastet ist. Auch mit steigender Erfahrung können Sie nach und nach die Preise für Ihre Leistungen anpassen. Realistisch sind dann monatliche Bruttogehälter zwischen 1.800 und 2.600 Euro.

Alternativ gibt es aber durchaus auch Anstellungen als Heilpraktiker für Psychotherapie. Beispielsweise können Sie in eine bestehende Praxis als Angestellter arbeiten, im Bereich Gesundheitswesen oder auch in einzelnen anderen Branchen und Unternehmen gibt es Positionen als Heilpraktiker für Psychotherapie. Auch hier unterscheiden sich die Gehälter sehr stark.

Die Region, Ihre Erfahrung und auch die Branche selbst haben Einfluss auf Ihr Gehalt. So beginnen die Verdienste hier bei etwa 1.600 Euro monatlich brutto und gehen in besseren Positionen mit entsprechender Erfahrung über die 4.000 Euro monatlich.